top of page

3 Sicherheitstipps Für Kinder

Aktualisiert: 19. Okt. 2021

Wie ich schon im „es ist nicht immer alles gut“ Artikel geschrieben habe, ist das Leben nicht immer sicher und es ist nicht immer alles gut. Allerdings, für Kinder (und Erwachsene), die in einer sicheren Umgebung und in normativen Haushalten leben, kann dies schwer sein nachzuvollziehen, weil sie es glücklicherweise nie erlebt haben.

Anbei sind 3 Sicherheitstipps, an die du deine Kinder immer wieder erinnern solltest.


1. Aufmerksamkeit ist der Schlüssel

Forschungen und Interviews mit Sexualstraftätern und Pädophilen zeigen immer den gleichen Modus Operandi. Die Täter (beim Mobbing auch, überigens) suchen immer die Kinder aus, die aus der Reihe fallen. Die, die allein sind/die unaufmerksam sind. Diese Täter werden im Selbstverteidigungsjargon Jäger (Predator) genannt. Sie rechtfertigen ihre Spitznamen, in dem sie sich wie bei einer Jagd verhalten. Sie folgen den Kindern und versuchen das schwächste Glied zu finden. Dann warten sie den richtigen Moment ab, isolieren das Kind (gesellschaftlich und körperlich) und dann attackieren sie.

Sei deshalb sicher, dass dein Kind nicht das schwächste Glied ist. Draußen soll dein Kind entweder mit dir oder mit Freunden unterwegs sein. Es soll immer einen sicheren Abstand zu Fremden halten (Tipp: mind. 10 Schritte) und von Fremden nie was akzeptierern (siehe nächsten Punkt).

Das müsst ihr auch Üben! Nur darüber reden reicht nicht!


2. Nichts von Fremden annehmen

Ein andauerndes Thema in der Welt von Selbstverteidigung ist „Stranger-Danger“. Die Idee, dass Fremde als potenzielle Gefahr betrachtet werden sollen. Aber lass uns diese Idee etwas ausführen, da es klar ist, dass nicht alle Fremde Böse sind. Die meisten Menschen sind nicht gefährlich und sie bevorzugen es Kindern zu helfen, anstatt ihnen zu schaden. Also wie kann man dazwischen unterscheiden? Man kann nie 100% sicher sein, aber es gibt ein paar verdächtige Anzeichen:

  1. Der Fremde nähert sich dem Kind und fängt an mit dem Kind zu reden. Er versucht Informationen vom Kind zu bekommen, bspw. ob das Kind allein ist, mit wem es da ist, wo wohnt es usw.

  2. Der Fremde bietet dem Kind Sachen wie Süßigkeiten, Spielzeuge und Geld an, um das Vertrauen zu erlangen.

  3. Der Fremde versucht das Kind zu überzeugen mit ihm woanders hinzugehen, oder ihm bei etwas zu helfen.

  4. der Fremde (Erwachsene) versucht eine Beziehung mit dem Kind, aber ohne die Eltern zu gründen. Er wird ihm auch wahrscheinlich sagen, dass es ein Geheimnis ist und, dass das Kind es Niemandem erzählen darf.

Wenn du oder dein Kind irgendeines dieser Muster erkennt, halte dein Kind von dieser Person fern und informiere die Polizei.

Es ist wichtig an dieser Stelle daran zu erinnern, wie ich schon vorher gesagt habe, dass die meisten Erwachsenen einem Kind nicht nur helfen wollen, sondern sie würden sich auch in Gefahr bringen, um ein Kind zu retten. Wir sind von der Evolution her daraufhin programmiert unserer Spezies (vor allem Kindern) zu helfen. Aus Erziehungssicht ist es wichtig daran zu erinnern. Unser Ziel ist es nicht ängstliche Kinder zu erziehen. Wir wollen nur, dass sie aufmerksam werden und die Gefahren erkennen könnten.



3. Mobber wollen dich zu ihrem Leiden runterziehen. Lass sie es nicht machen.

Mobbing ist ein gut dokumentiertes Phänomen, das fast in jeder Phase des Lebens stattfinden kann- in der Schule, auf dem Spielplatz, Online und bei der Arbeit. Obwohl es schwierig ist das zu sehen, wenn ein Mobber dich als Opfer anzielt, ist es wichtig zu wissen, dass die schwache Seite in einer Mobbing Situation der Mobber selbst ist.

Mobber sind unglückliche Menschen. Das sind frustrierte Menschen und ihr einziger Weg ihre Gefühle und Frustration auszudrücken, ist mit verbaler, sozialer oder körperlicher Gewalt.

Natürlich bedeutet es nicht, dass ihre Taten zu entschuldigen sind. Es bedeutet auch nicht, dass es deine Verantwortung und die deines Kindes ist, diese Menschen zu „reparieren“. Mobbing ist eine Entscheidung, genauso wie nett sein. Allerdings, daran zu erinnern hilft beim Verstehen, dass Mobbing nicht persönlich ist. Mobbing ist der (ineffiziente) Weg des Mobbers, sich selbst von seinem Leiden zu retten. Der Opfer ist nie schuld.


Ich bin in einem anderen Blog-Artikel auf die verschiedenen Arten von Mobbing und wie man darauf reagieren soll eingegangen. Als Zusammenfassung möchte ich nur sagen- der Mobber ist jemand, der seine eigene Frustration ertrinkt. Wie ertrinkende Menschen strampelt und kickt er, in einem Versuch sich an etwas festzuhalten. Lass diese Person nicht dich zu seiner Frustration runterziehen. Schwimm einfach weiter.

Wir müssen immer erinnern, dass die beste Selbstverteidigung ein „da sein“ ist. Übe alle 3 Tipps, erkläre sie mindestens einmal die Woche und fördere ernsthafte Gespräche über dieses Thema.




Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

コメント


Post: Blog2_Post
bottom of page