DIE GEHEIMNISSE VON KRAV MAGA ENTHÜLLT –

Aktualisiert: Apr 28

WIE DU DICH SCHNELL UND EFFIZIENT VERTEIDIGST

Krav Maga ist anders als andere Kampfsportarten. Es ist gar keine Kampfsportart, sondern ein Selbstverteidigungssystem. In diesem Blog erklären wir, was das bedeutet und bringen ein paar Beispiele für die Prinzipien, nach denen das System arbeitet. Ein Selbstverteidigungs-System Als Krav Maga Gründer Imi Lichtenfeld und sein Nachfolger Eyal Yanlov (lest über sie hier) begannen, ihr Wissen über Selbstverteidigung in ein Konzept zu bringen, war ihnen klar, dass Krav Maga nicht nur eine Reihe von Techniken sein sollte. Krav Maga musste eine Reihe zugrundeliegender Prinzipien haben, die das Verhalten in einem Selbstverteidigungs-Szenario lenken sollten. Miriam Websters Wörterbuch definiert ein System als eine „zusammenwirkende oder voneinander abhängende Gruppe von Elementen, die ein einheitliches Ganzes bilden… eine geordnete Reihe von Lehren, Ideen oder Prinzipien, die üblicherweise die Gestaltung oder das Funktionieren eines systemischen Ganzen erklären sollen.“ Diese Definition beschreibt genau, was Krav Maga ist und wie es unterrichtet werden sollte. Krav Maga hat etliche Verhaltens- und technische Prinzipien, die uns in unserem Verhalten und Handeln lenken. Alle Prinzipien sind auf ein Ziel gerichtet: Gewalt verhindern und vermeiden, wenn es möglich ist; uns und unsere Lieben sicher und effizient verteidigen, wenn es nötig ist.

Die Prinzipien von Krav Maga

Hier ist eine unvollständige Aufzählung der Richtlinien für Verhalten und Handeln, die wir in unserem Krav Maga Training lehren: Einen Angriff verhindern:

  1. Zeitachse: Das Prinzip der Zeitachse sagt aus, dass die Reaktion einer Person auf einen Angriff davon abhängt, an welchem Punkt auf der Zeitachse (also wann) die Person versteht, dass sie angegriffen wird. Je früher wir verstehen, dass wir angegriffen werden, desto besser sind unsere Chancen zu überleben.

  2. Sei dir deiner Umgebung bewusst: Die überwiegende Mehrheit von gewalttätigen Zwischenfällen können wir verhindern oder vermeiden, wenn wir uns bewusst sind, was um uns vorgeht. Halte die Augen und Ohren offen, beobachte dein Umfeld, entferne dich von möglichen Bedrohungen. Das schließt auch die Vorausplanung deiner Handlungen und deiner Wege ein. Vermeide potentiell gefährliche Orte und Personen.

Wenn du angegriffen wirst: Das Ziel ist, die Bedrohung so schnell wie möglich zu neutralisieren und dabei so wenig Schaden wie möglich zu nehmen.

  1. Verteidigung mit der nahen Seite: Wir verteidigen uns mit der Hand oder dem Bein, das auf der Seite ist, von der der Angriff kommt. Wenn der Angriff von links auf meinen Kopf zielt, muss ich mit der linken Hand verteidigen.

  2. Gegenangriff so bald wie möglich, möglichst gleichzeitig: In einer Selbstverteidigungs-Situation wird der Angreifer höchstwahrscheinlich weiter angreifen bis er sein Ziel erreicht hat – und oft den anderen dabei töten oder verletzen. An diesem Punkt nützen Worte nichts mehr. Unser Ziel ist, so schnell wie möglich zurückzuschlagen. So können wir den Angriff stoppen und uns vom Angreifer entfernen. Wichtig: Unser Ziel ist nicht, den Angreifer zu töten, zu verletzen oder bewusstlos zu schlagen. Wir wollen nur, dass der Angreifer den Angriff lange genug abbricht, damit wir uns in sichere Entfernung bringen können.

Nach dem Angriff:

  1. Umsehen: Bedauerlicherweise ist es heutzutage sehr häufig, dass eine Gruppe von Angreifern ein oder zwei Personen angreift. Sobald du kannst, sieh dich um, ob andere Angreifer in der Nähe sind.

  2. Weglaufen: Sobald du den ersten Angriff gestoppt hast und die Bedrohung neutralisiert ist, bring so viel Entfernung zwischen dich und den Angreifer wie nötig. Geh nicht weg, renn!

  3. Wenn 6 nicht möglich ist, sorg dafür, dass es möglich wird: Tu was immer nötig ist, um zu entkommen – wenn zu umzingelt bist, brich durch. Wenn das nicht möglich ist, bewaffne dich – fast alles kann als Waffe benutzt werden: ein Kuli, Parfüm, ein Selfie-Stick, Steine, ein Laptop… Falls keine Waffe greifbar ist, kämpfe weiter, bis eine Gelegenheit zur Flucht kommt, und dann nutze diese Gelegenheit.

Natürlich gibt es noch mehr Prinzipien wie man Angriffe verhindert, wie man kämpft und was nach dem Kampf zu tun ist… aber diese sind schwer zu beschreiben. Krav Maga kann nicht theoretisch gelehrt werden, es ist ein Praxis-System, das aktiv praktiziert werden muss. Komm in unser Training um mehr zu erfahren.

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