KRAV MAGA PRINZIPIEN- DER ANGRIFFSKANAL

Aktualisiert: Apr 14

Wir setzen unsere Diskussion der verschiedenen Krav Maga Prinzipien fort. Heute sprechen wir über den Angriffskanal, oder genauer: Wie man den Angriffskanal verlässt.


Was ist der Angriffskanal?




Der Angriffskanal ist ein imaginärer Tunnel, der sich vor einer Person befindet. In diesem Bereich ist der Angriff auf eine sich darin befindliche Person am leichtesten und effektivsten. Wenn wir in diesem Kanal bleiben, befindet sich unsere Gegnerin oder unser Gegner im Vorteil und wir im Nachteil. Wenn wir diesen Kanal verlassen, bringen wir uns in eine sicherere Position. Wenn wir den Angriffskanal unseres Angreifers verlassen und ihn gleichzeitig in unserem Angriffskanal positionieren, sollte und das einen entscheidenden Vorteil verschaffen, der uns ermöglichen kann, den Kampf zu beenden.




Wie funktioniert das?

Unser Körper ist so gebaut, dass es für uns (Menschen) am leichtesten und effektivsten ist, Angriffe nach vorne auszuführen. Schlagen, treten, stechen, stoßen, Kopfstöße, würgen und so weiter wird üblicherweise nach vorne ausgeführt, hauptsächlich, weil sich die Augen vorn befinden. Das bedeutet, die Chance, von einer Person getroffen zu werden, ist höher, wenn ich vor ihr stehe, als wenn ich hinter oder seitlich von ihr stehe. Daraus können wir ableiten, dass neben oder hinter einer Person zu stehen sicherer für mich ist, falls diese Person sich entscheidet, mich anzugreifen.

Wir drehen nun den Spieß um: Wenn ich eine Person angreife (nur zur Selbstverteidigung!), wäre es vorteilhaft für mich, wenn sie in meinem Angriffskanal wäre, und ich stünde neben oder hinter ihr.





Wie wenden wir das Prinzip an?

Wir kombinieren hier 2 Krav Maga Prinzipien- den Angriffskanal mit dem Zeitstrahl-Prinzip –

wenn ich in der Präventions-Phase des Zeitstrahls bin, werde ich versuchen, mich in eine Position zu bringen, die es der anderen Person schwer macht, mich anzugreifen. Denkt daran – schwer heißt nicht unmöglich, euer Gegner wird höchstwahrscheinlich immer noch angreifen können, aber nicht mehr so effizient wie vorher.


Wenn wir bereits in einem Kampf-Szenario sind, nutzen wir unsere Beinarbeit, um uns in eine Position außerhalb des Angriffskanals unseres Angreifers zu bringen, wobei er in unserem Angriffskanal bleibt. Das ermöglicht uns fast alle Angriffsmöglichkeiten, während seine Angriffs- und Verteidigungsmöglichkeiten sehr begrenzt sind, da er in einem ungünstigen Winkel steht. Wenn wir jetzt noch seine Hände und/oder Beine kontrollieren oder behindern, entsteht durch die Bewegung aus dem Angriffskanal ein sehr großer Vorteil. Je früher wir uns in eine solche Position begeben, umso sicherer sind wir, und um so besser und effektiver werden unsere Gegenangriffe sein.




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